Jahrgang 40 ...wohl einer der besten Jahrgänge
des 2o. Jahrhunderts!!
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Doch unser Lehrer war mit uns zufrieden und war stolz, dass aus uns allen „etwas geworden ist“.
Wir waren der erste Jahrgang den er entlassen hat. Während der Schulzeit konnte man ja damals nicht viel unternehmen, aber er weis noch von dem Ausflug nach Osterburgen und die Jugendherberge in Leutershausen zu Ostern, an den Aufenthalt in der Jugendherberge in Walldürn mit den Wanderungen nach Amorbach und Miltenberg.
Er hat noch die Einladung vom Treffen nach 20 Jahren am 05.10.1974 im Probsterwald (Maria war damals zu Besuch aus Amerika) und er schreibt: das war Toll! Wir feierten bis in den Morgen und luden auf dem Heimweg luden wir eins nach dem anderen ab und die Letzten landeten bei mir zum Kaffee (morgens um 6.00). Gut erinnert er sich noch an das Treffen 1991 im Clubhaus in St. Ilgen ..“da wart Ihr die Fuffziger“.
Das mit den Lehrer war damals auch so ne Sache...Rektor war ja damals Lehrer Schneider, auch „Saukopp“ genannt, ein Sandhäuser, und das hatte er den St. Ilgener Kinder spüren lassen. Seine „Karussellfahrt oder Kreiselfahrt“ war bekannt und gefürchtet, die Klasse unter uns konnte davon ein Lied singen. Da wurde der Übeltäter am Genick hoch gehoben und dann im Kreise geschwungen und verprügelt.Die Schule war im jetzigen Rathaus, im Erdgeschoss 2 Zimmer und im 1. Stock 2 Zimmer, unterm Dach war dann noch ein Zimmer die Handwerkslehre der Mädchen. In der Pause wurde im Kreis gegangen, Paar für Paar.Herr Etzler war der Musikspezialist, der Geigenvirtuose und auch sehr streng – schon sein Blick jagte uns einen Scheuer über den Rücken.Lehrer Winter – eigentlich der Harmloseste,
Hundezüchter – Windhunde sein Hobby, Geschichte und Naturlehre waren unsere Fächer bei ihm. In Geschichte kamen wir leider über Napoléon nicht hinaus – wenn der Stoff zu Ende, dann Wiederholung Französische Revolution und wieder Napoléon. 1. oder gar 2. Weltkrieg keine Spur!Die Lieblings-Lehrerin war wohl Frau Österle, aber nur ganz kurz von der 1. bis 3. Klasse. Ihr Mann von der Kriegsgefangenschaft zurück wurde Rektor in Leimen.Mit Lehrer Licht konnten wir schon zufrieden sein – er hatte natürlich auch seine „Macken“ aber im Großen ganzen....
...und später als „Erwachsene“ war das Verhältnis ganz gut, ja sogar freundschaftlich.Und nun begann der Ernst des Lebens - die Konfirmation - das war - und ist auch noch - der Abschluss der Schulzeit, oder auch der Abschluss der Kindheit - des "Kind sein"?Auf jeden Fall zuerst einmal - die Einsegnung und die Aufnahme als volles Mitglied der Kirche - er begann der ERNST DES LEBENS - der Beginn der Lehrzeit, man sollte ja was werden! Geldverdienern, ja das war am Anfang der 50-ziger Jahren schon was wert.
Ja so war das vor 50 Jahren - war die Zeit schöner, ruhiger? Vielleicht! Vielles ist geschehen in der Welt und mit der Welt.
Wir sind im Krieg geboren....Wir wurden vor dem Fernsehens, der Schluckimpfung, der Tiefkühlkost und des Kunststoffes geboren und kannten Kontaktlinsen und die Pille noch nicht.Wir kauften Mehl und Zucker noch in Tüten und nicht in Geschenkpackungen. Wir waren schon da, bevor Kreditkarten, Telefax, die Kernspaltung, Laser und Kugelschreiber zum täglichen Gebrauch zur Verfügung standen. Radar gab es auch noch nicht.Es gab noch keine Geschirrspüler, Wäschetrockner, Klimaanlagen, keine Last -Minute-Flüge und der Mensch war auch noch nicht auf dem Mond gelandet. Wir haben erst geheiratet und dann zusammengelebt. Und "mit jemandem gehen" hieß fast verlobt zu sein. Wir sind die letzte Generation, die so dumm war, zu glauben, dass eine Frau einen Mann heiraten muss, um ein Baby zu bekommen.Wir waren da, bevor es den Hausmann, die Emanzipation, Pampers, Aussteiger und computergesteuerte Heiratsvermittlung gab. Zu unserer Zeit gab es noch keine Weight Watchers und Sonnenstudios, kein Kindererziehungsjahr für Väter und keinen Zweitwagen. Wir haben damals keine Musik vom Tonband oder aus Transistorradios über UKW oder die New Yorker Symphoniker via Satellit gehört. Es gab auch keine künstlichen Herzen.Die Worte Software für alles, was man beim Computer nicht anfassen und Nonfood für alles, was man nicht essen und trinken kann, waren noch nicht erfunden.Wir sagten noch "Guten Tag" und nicht "Hi" oder "Hallo' Und wenn wir etwas schön fanden, sagten wir auch "es war schön" und nicht "affengeil".Wir liefen schon auf der Straße herum, als man noch für fünf Pfennige ein Eis, einen Beutel Studentenfutter oder eine Flasche Kickerwasser kaufen konnte. Wir haben Briefe mit Sechs-Pfennig-Marken frankiert und konnten für zehn Pfennige mit der Straßenbahn von einem Ende der Stadt bis zum anderen fahren.Wir sammelten und bügelten noch alle Schleifen und Geschenkpapiere, klebten bröckelnde Seifenreste zusammen und waren Meister im Falten von Zahnpastatuben um auch das letzte Bisschen herauszuquetschen.Wir mussten fast alles selber tun und mit dem auskommen, was wir hatten. Und "Bock" mussten wir immer haben!Obwohl wir so vieles nicht hatten, was heute so selbst verständlich dazugehört, waren wir zufriedener als die, die heute schon alles haben und sich unbedingt die neuste Errungenschaft auch noch "holen" müssen.